Kurzportrait
Die Schwarzkiefer

Die Schwarzkiefer wird in Zeiten des Klimawandels zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die als sehr gering invasiv geltende Baumart kann, die Wahl geeigneter Herkünfte vorausgesetzt, zur Stabilisierung labiler Waldbestände beitragen.

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Die Schwarzkiefer ist eine südeuropäische trockenheits- und frosttolerante Halbschattbaumart mit geringen Ansprüchen an den Boden. Sie kann zur Stabilisierung von Fichten- und Kiefernbeständen beigemischt werden und zeichnet sich durch ein geringes Invasionspotential aus. Die Ersteinbringung fand 1818 durch einen Anbau bei Münster in Westalen statt. In Deutschland diente die Schwarzkiefer vor allem zur Wiederbewaldung trockener Weidetriften. Hierbei wurde die österreichische Schwarzkiefer (Pinus nigra ssp. nigra) eingesetzt. Schwerpunkte liegen in Thüringen, im nördlichen Baden-Württemberg und auf der Fränkischen Platte in Unterfranken. Kleinere Schwarzkiefernanbauten in Bayern sind aus dem Fränkischen Jura oder der Münchner Schotterebene bekannt.

Allgemeines

Name wissenschaftlich:
Pinus nigra Arnold
Name deutsch:
Schwarzkiefer, Schwarzföhre, Schwarzforche
Familie:
Kieferngewächse (Pinaceae)

Natürliches Verbreitungsgebiet

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Schwarzkiefer ist bedingt durch die letzten Eiszeiten stark zersplittert und erstreckt sich von Marokko, Algerien, Spanien, Frankreich und Italien über die Balkanhalbinsel (Bosnien, Serbien, Kroatien, Rumänien, Bulgarien und Griechenland) sowie den Mittelmeerinseln Korsika, Sizilien und Zypern nach Kleinostasien (Türkei). Das nächstgelegenste und gleichzeitlich nördlichste natürliche Vorkommen ist in den Ostalpen südlich von Wien (Wienerwald).

Die Schwarzkiefer hat eine sehr breite Klimaamplitude und ist an Jahresdurchschnittstemperaturen zwischen 6 und 18 °C sowie jährliche NIederschlagsmengen zwischen 330 und 2.200 mm angepasst. Sie erträgt dabei Temperaturextreme von -30 bis +40 °C.

Außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes wird die Schwarzkiefer z.B. in den Vereinigten Staaten, England, Belgien und den Niederlanden angebaut.

Ökologie, Wuchsleistung, Qualität, Waldbauliche Behandlung